Recap: Fachkongress "Hochschule ohne Hindernisse - Aufgaben, Beispiele, Chancen"

Konferenzraum mit Leuten auf dem Fachkonkress des Fachkollegs Inklusion an Hochschulen
19.02.2020

Eine Hochschule ohne Hindernisse? Wie geht das? Was ist dabei zu beachten? Und welche Hürden sind zu meistern?All das waren Fragen, die bei dem Abschlusskongress des Fachkollegs “Inklusion an Hochschulen - gendergerecht” diskutiert wurden. Zusammen mit knapp 150 Fachexperten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, waren auch wir im Berliner Kleisthaus vor Ort, um den Vorträgen und Podiumsdiskussionen beizuwohnen und uns mit Fachwissen und Fallstudien als Experten für digitale Inklusion durch Barrierefreies Webdesign vorzustellen.

Prof. Dr. Charlotte Kreuter-Kirchhof, die Vorsitzenden des Hildegardis-Vereins leitete den Kongress mit der Forderung nach einer Lern- und Lehrkultur für eine gelebte Teilhabe ein, wobei der Ausgleich von Nachteilen und der Abbau von Barrieren jeglicher Art für Sie einen ersten Schritt darstellt. Weitere interessante Denkanstöße konnten die Ministerialrätin Christina Hadulla-Kuhlmann und der Bundesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen Jürgen Dusel geben.

In der daran anschließenden Podiumsdiskussion wurde die Frage “Eine Hochschule ohne Hindernisse - Wie geht das?” diskutiert. Dass sich Barrieren nicht erst vor den Toren der Hochschule auftun, sondern schon viel eher ergeben - sei es bei der Immatrikulation oder bereits bei der Beschaffung von Informationen und Lehrinhalten im Netz - war eine der gemeinsamen Erkenntnisse des Kollegs. Oft stehen Menschen mit Beeinträchtigung zudem während des ganzen Studiums und auch danach vor Hürden die für sie fast unmöglich zu meistern sind, sei es bei Materialien, die den Studierenden zur Verfügung gestellt werden oder aufgrund von Websites der Hochschulen, welche nicht barrierefrei gestaltet sind.

Der Programmpunkt “World-Café all inclusive” bot schließlich allen Teilnehmern die Möglichkeit, aktiv bei verschiedenen Themen mitzudiskutieren. Dafür wurden zehn vielfältige Themengruppen mit jeweils einer fachlichen Leitung gebildet, denen sich die Besucher anschließen konnten. Parallel zu diesen Gesprächsrunden, informierten wir als Aussteller interessierte Teilnehmer detaillierter über barrierefreies Webdesign. Besonders die Thematik “Leichte Sprache”, welche wir bspw. im Projekt zur Optimierung der Zugänglichkeit des Stadtportals www.leipzig.de erfolgreich einsetzten, stieß dabei auf reges Interesse. Weiterhin warben wir für den durch uns organisierten Fachtag Digitale Barrierefreiheit, auf dem wir hinsichtlich der für die öffentliche Stellen bestehenden Fristen gemäß EU-Richtlinie 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu Websites und mobilen Anwendungen die bestehenden Anforderungen gemäß BITV2.0 und BGG aufschlüsseln sowie Best Practices aus erfolgreich realisierten Projekten aufzeigen wollen.

Zusammengefasst liegt eine interessante und vor allem informative Zeit mit tollen Vorträgen, spannenden Fragen und aufschlussreichen Diskussionen hinter uns. Unser Fazit: das Thema Barrierefreiheit gewinnt immer mehr an Aufmerksamkeit. Besonders im Kontext der barrierefreien Hochschule konnte das Fachkolleg wichtige Impulse setzen, um die Barrieren zu minimieren oder gänzlich zu beseitigen.

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