Wie finde ich die Balance zwischen veraltetem Bestand und Überverkauf? - Herausforderungen im Bestandsmanagement Teil 2

Lagerhaus
Erstellt von Marko Welt, Jessica Sprengard, 23.09.2019

Nichts ist so essentiell für den Unternehmenserfolg im Handel, wie ein perfekt auf die Firma abgestimmtes Bestandsmanagement. Hier geht es immer darum, den Lagerbestand auszutarieren und am passenden Ort zu passenden Konditionen anzubieten. Das Problem ist so alt wie der Handel selbst.

Mit unserer Blogreihe setzen wir genau an den Problemstellungen an, die das Bestandsmanagement mit sich bringt. Unser Ziel ist es, die drei bekanntesten Herausforderungen zu identifizieren und aufzuzeigen wie sie softwareseitig durch Anwendungen wie Marello gelöst werden können.

Im ersten Teil unseres dreiteiligen Blogbeitrages, sprachen wir von der Bestandserfassung in Echtzeit und wie man am besten eine Connection zwischen Warehouses und Sales Channels aufbaut. Nachzulesen ist er hier. 

Im heutigen Beitrag legen wir den Fokus auf veralteten Bestand und Überverkauf und wie man mit Hilfe von Business Intelligence, die goldene Mitte findet.

Herausforderung Nr. 2: Veralteter Bestand und Überverkauf - Finden einer Balance

Ein weiteres bekanntes Problem im Bestandsmanagement ist veralteter Bestand. Dieser besteht aus Produkten, die den Punkt überschritten haben, an dem man sie für einen normalen Preis noch verkaufen kann. Beispielsweise handelt es sich dabei um frische Produkte, die ihr Haltbarkeitsdatum überschritten haben, saisonspezifische Produkte, die sich nicht schnell genug verkauft haben oder Produkte, die aus der Mode gekommen sind. 

Veralteter Bestand kann sich schnell in unverkäufliche Ware umwandeln. In jedem Fall führt veralteter Warenbestand zu Umsatzeinbußen. Produkte werden reduziert verkauft, entsorgt oder nehmen kostbaren Platz im Lager ein. Zusammengefasst ist veralteter Lagerbestand die Folge einer Diskrepanz zwischen Lagerbestand, neuer Lieferware und Nachfrage. 

Neben veraltetem Inventar besteht zudem das Risiko, nicht genügend Ware auf Lager zu haben. Eine genaue Kalkulation der Waren, die zum Verkauf bereit stehen, kann manchmal schwierig sein. Waren können u.a. bereits verkauft worden sein, obwohl diese noch im System als Warenbestand gezählt werden, wenn beispielsweise der Versand noch aussteht. Das kann dazu führen, dass Kunden fälschlicherweise Ware kaufen, die nicht mehr auf Lager ist. Dadurch muss sich der Käufer entweder auf längere Wartezeiten einstellen oder damit rechnen, dass die Bestellung storniert wird. Um solche Situationen zu umgehen und die Kundenbeziehung zu optimieren, ist die genaue Berechnung der Ware, welche zum Verkauf bereit steht, unumgänglich. Häufig wird das Bestandsmanagement noch über Kalkulationstabellen geführt, die manuell ausgefüllt und aktualisiert werden. Diese Zahlen händisch zu bestimmen nimmt allerdings viel Zeit in Anspruch und birgt ein großes Fehlerrisiko.

Die Lösung: Business Intelligence

Jederzeit den optimalen Bestand vor Ort zu haben ist ein Drahtseilakt. Business Intelligence ermöglicht die Berechnung der optimalen Lagerbestände für jedes Produkt auf der Grundlage von vergangenen Verkaufszahlen und aktuellen Umsatzentwicklungen. So werden der Sicherheitsbestand und die Umsatzausfälle reduziert und die Kosten und der Zeitaufwand für das Bestandsmanagement minimiert.

Zudem ermöglicht eine integrierte (Auto)-Replenishment Funktion den Kauf neuer Ware, bevor das Produkt ausverkauft ist. Für den jeweiligen Artikel wird ein Soll-Bestand festgelegt und sobald dieser unterschritten wird, erstellt das System automatisch eine Lieferbestellung.

Vorteile

Nach Studien von BI survey zufolge, sehen die meisten IT Manager, die bereits praktische Erfahrungen mit Business Intelligence Tools besitzen, besonderes Potential in der Art und Weise, wie Informationen an die Entscheidungsträger gelangen. So sind die Informationen nicht nur aktueller und damit akkurater und weniger fehlerbehaftet, sondern können auch schneller an die wichtigen Kontakte übermittelt werden. Damit werden Entscheidern die nötigen Einblicke gegeben, die sie brauchen, um operative Entscheidungen treffen zu können. Auf diese Weise können Anbieter den Sicherheitsbestand runterfahren, entgangene Umsätze reduzieren sowie Kosten und Zeit in der Lagerhaltung minimieren.

Marello Unified Commerce Management setzt genau hier an, da es über ein umfassendes Inventory Management System und eine Business Intelligence Komponente verfügt. Es verbindet Lagerorte und Vertriebskanäle mit einer einzigartigen Backend-Plattform und zeigt den Warenbestand minutenaktuell an. Gewinnen Sie damit in Echtzeit Einblicke in Ihre Vertriebskanäle.

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